Trnava

Trnava ist eine der bedeutendsten Städte der Slowakei, die erste schriftliche Erwähnung kommt aus dem Jahr 1211. In 1238 bekam Trnava als erste Stadt im der zukünftigen Slowakei und als zweite in damaligen Ungarn vom Ungarischen König Bello IV die Privilegien einer freien Königlichen Stadt. Schon im 13. Jahrhundert handelte es sich um eine der größten, bedeutendsten und reichsten Städte in Ungarn. Zugleich wurde sie auch zum Ort mehrerer Königstreffen. Als sich Bratislava ins administrative Zentrum des Landes verwandelte, nahm Trnava die Aufgabe des Zentrums der Kultur und Religion an sich. Die Bedeutung der Stadt wuchs besonders als der Erzbischof von Esztergom aus Angst vor den Türken nach Trnava umzog. So wurde Trnava zur Krönungsstadt und übernahm die Aufgabe des religiösen und Kulturzentrums von ganz Ungarn. Zum Beispiel das Gebäude des Theaters war das erste Theatergebäude mit fester Besetzung in Ungarn und mit Bratislava wurde die erste Pferdebahnverbindung in Ungarn hergestellt.

Der regelmäßige Grundriss der Altstadt wird von der Stadtbefestigung begrenzt, die zur am besten erhaltenen in der Slowakei zählt. Gäste können auch den Stadtturm besichtigen, das Rathaus, den Barock Universitätskomplex und vor allem die 13 Kirchen von Trnava, 8 davon im Stadtzentrum, dank welcher Trnava als das kleine Rom bekannt ist.

Einige der Sehenswürdigkeiten:

 

Stadtbefestigung

Im 13. Jahrhundert erbaute die Stadt eine außerordentlich umfangreiche Stadtbefestigung auf einer Fläche von fast 60ha. Die Befestigung formten Ziegelturme, die miteinander verbunden waren mit Hilfe von Erd- und Holzwallen, welche später durch Ziegelmauern ersetzt wurden.

 

Stadtturm

Die aus der Renaissance stammende Dominante des Hauptplatzes wurde 1574 als ein Beobachtungsturm erbaut. Der Turm ist 57m hoch, mit einer Beobachtungsplattform für Touristen. Auf der südlichen Wand des Turms die einzige erhaltene Sonnenuhr in Trnava.

 

St. Nikolaus Basilika

Diese charakteristische Dominante der Stadt wurde in den Jahren 1380-1421 erbaut. Es handelt sich um eine Dreischiff-Basilika mit zwei Türmen und barocken Kapellen. In der Barock Kapelle der Jungfrau Maria wird ihr Gemälde aufbewahrt, dank dessen Trnava zum bekannten Wallfahrtsort wurde.

 

Synagogen

In der Stadt befinden sich zwei Synagogen mit markanten orientalischen Elementen. Die orthodoxe Synagoge hat eine einfache Fassade ohne Türme, nur mit zwei Steintafeln des Dekalogs. Die zweite, Status Quo Synagoge, ist ein repräsentatives Gebäude mit zwei Türmen, dessen Fassade von den zwei Türmen und einer Steintafel des Dekalogs geformt wird.

 

Maria Himmelfahrtskirche-Klarissenkirche

Zu den ältesten Klosterkomplexen in der Stadt zählt das Klarissenkloster mit seiner Kirche. Schriftlich erwähnt wurde es bereits im Jahre 1239, als es vom Papst Gregor IX in dessen Schutz genommen wurde. Seit 1954 ist in dem Gebäudekomplex das Westslowakische Museum untergebracht.

 

Erzbischöflicher Palast

Ein bedeutendes Renaissance Gebäude, erbaut von Nikolas Oláh in den Jahren 1542 – 1562 auf den Fundamenten mehrerer mittelalterlicher Bürgerhäuser. Nach einer Nummer von Umbauten bekam die Residenz die Form eines Palastes mit einem eingeschlossenen Innenhof. Der Palast diente bis 1820 als Sitz der Graner Erzbischöfe.

Detailliertere Informationen auf Slowakisch, Englisch und Deutsch finden Sie auf der folgenden Seite: http://www.vitajtevtrnave.sk/de/artikel/monumente-und-geschichte.